Glossar

Fachbegriffe aus den Anwendungsbereichen der Akustik- und Schwingungsmesstechnik – von Bau- und Raumakustik über Schallimmission bis zur Zustandsüberwachung.

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A

Äquivalenter Dauerschallpegel (LAeq)

A-bewerteter äquivalenter Dauerschallpegel, der mit einem Schallpegelmesser nach IEC 61672-1 erfasst werden kann und für die Lärmbewertung am Arbeitsplatz herangezogen wird. Lärmdosimeter zeichnen ihn über die gesamte Arbeitsschicht auf; er ist Grundlage für die Ermittlung des Lärmexpositionspegels LEX,8h.

Quelle und mehr dazu: Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz, Produkte: Lärmdosimeter

Siehe auch: Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), Lärmdosimeter (Schalldosimeter), Beurteilungspegel, Lärm am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz)

Aeroakustik

Teilgebiet der Akustik, das die Entstehung und Ausbreitung von Geräuschen durch turbulente Strömungen oder durch die Wechselwirkung aerodynamischer Kräfte mit festen Oberflächen untersucht. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Flugzeugen, Kraftfahrzeugen und Windenergieanlagen; viele Untersuchungen finden im Windkanal statt.

Quelle und mehr dazu: Aeroakustik

Siehe auch: Windgeräusch, Grenzschichtmessung, Oberflächenmikrofon, Fahrzeugakustik

Akustische Kamera

Messsystem zur Ortung von Schallquellen, das mit einem Mikrofonarray und dem Beamforming-Verfahren arbeitet. Aus den Laufzeitunterschieden des Schalls an den einzelnen Mikrofonen wird die Herkunft eines Geräuschs berechnet und in Echtzeit auf einem Kamerabild dargestellt. Relevante Quellen lassen sich so auch in Umgebungen mit hohem Störgeräuschanteil identifizieren.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Akustische Kamera, Schallquellenortung

Siehe auch: Beamforming, Mikrofonarray, Schallquellenortung

Akustische Übertragungsfunktion (ATF)

Beschreibt die Beziehung zwischen einem Ein- und einem Ausgangssignal im Frequenzraum, wodurch sich Amplitude und Phase bestimmen lassen. Ein Einsatzbereich ist die Fahrzeugakustik, bei der die Übertragung von Motor-, Reifen oder Windgeräuschen in den Fahrzeuginnenraum bestimmt wird.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik, Produkt: RIONOTE

Siehe auch: FFT-Analyse, Übertragungsmatrix-Verfahren, Impedanzrohr (Kundtsches Rohr)

ASR A3.7

Technische Regel für Arbeitsstätten zum Thema Lärm. Sie enthält unter anderem raumakustische Anforderungen an Arbeitsstätten, etwa an Nachhallzeit und Sprachverständlichkeit.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik, BAuA: ASR A3.7 Lärm (extern)

Siehe auch: Lärm am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz), LärmVibrationsArbSchV, Raumakustik, Nachhallzeit (T60)

Auswertesoftware (Akustik)

Software zur Auswertung von Messdaten und zur Erstellung von Projektberichten, etwa für Schallimmissionsmessungen nach TA Lärm und AVV Baulärm. Weitere Einsatzfelder sind normgerechte Auswertungen in Bau- und Raumakustik nach ISO 16283, ISO 10140 und ISO 3382 sowie die Bestimmung der Schallleistung nach ISO 3744 oder ISO 9614.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Software

Siehe auch: FFT-Analyse, Mehrkanalmessgerät, Schall- und Schwingungsmessgerät

AVV Baulärm

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm. Sie regelt Immissionsrichtwerte, Messverfahren und Maßnahmen zur Lärmminderung bei Geräuschen von Baumaschinen; Beurteilungsgröße ist der Taktmaximalmittelungspegel LAFTm5.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Immissionsrichtwert, TA Lärm, Schallimmission, Lärmmessstation

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B

Bau-Schalldämm-Maß (R'w)

Einzahlangabe für die Luftschalldämmung von Bauteilen am Bau. Sie wird aus der Pegeldifferenz zwischen Sende- und Empfangsraum unter Berücksichtigung von Nachhallzeit und Bezugsfläche berechnet und nach ISO 717 gebildet.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Bauakustik, DIN EN ISO 16283, Flankenübertragung, Luftschall

Bauakustik

Befasst sich mit der Schallausbreitung in Gebäuden – zwischen einzelnen Räumen einschließlich der Flankenübertragung sowie von außen über die Fassade. Ziel ist es, Schallschutz und Schalldämmung von Bauelementen zu bestimmen und zu bewerten, etwa nach DIN EN ISO 16283.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Bau-Schalldämm-Maß (R'w), Trittschall, Flankenübertragung, DIN EN ISO 16283

Baumusterprüfung

Prüfung eines Schallpegelmesser-Typs nach DIN EN 61672-2, in Deutschland durchgeführt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Sie stellt sicher, dass ein Gerät die Anforderungen der Klasse 1 auch bei wechselnden Umwelteinflüssen erfüllt, und ist Voraussetzung für die Eichung.

Quelle und mehr dazu: Kalibrierung & Eichung

Siehe auch: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), DIN EN 61672, Genauigkeitsklasse 1, Eichung

Beamforming

Verfahren der akustischen Kamera, bei dem ein Mikrofonarray Schallwellen aus verschiedenen Richtungen erfasst. Aus den minimalen Zeitunterschieden, mit denen der Schall an den einzelnen Mikrofonen eintrifft, wird berechnet, aus welcher Richtung und von welchem Punkt ein Geräusch stammt.

Quelle und mehr dazu: Schallquellenortung

Siehe auch: Akustische Kamera, Mikrofonarray, Schallquellenortung

Beurteilungspegel

Kenngröße, anhand derer die Einhaltung der Immissionsrichtwerte an maßgeblichen Immissionsorten bewertet wird. Die TA Lärm verweist für seine Bestimmung auf die DIN 45645-1; besonders störende Geräusche, etwa tonhaltige, werden mit Zuschlägen versehen.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: TA Lärm, Immissionsrichtwert, Tonhaltigkeitszuschlag, Äquivalenter Dauerschallpegel (LAeq)

Bewertungszonen A bis D

Einteilung der Messergebnisse nach ISO 20816 zur Beurteilung des Maschinenzustands anhand der Schwinggeschwindigkeit. In Zone C ist eine Maschine für längeren Dauerbetrieb möglicherweise nicht geeignet, in Zone D können durch Weiterbetrieb Schäden entstehen; die Grenzen hängen von Maschinengruppe und Aufstellungsart ab.

Quelle und mehr dazu: Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: ISO 20816, Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), Schwingungsmessgerät

Bremsgeräuschmessung

Messung und Analyse von Bremsgeräuschen wie Bremsenquietschen in der NVH-Entwicklung, am Schwungmassenprüfstand nach SAE J2521 sowie in Fahrtests. Dabei werden Mikrofone im Radhaus und im Innenraum eingesetzt, die gegen Witterung, Feuchtigkeit und Schmutz nach IP67 geschützt sind.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Fahrzeugakustik, NVH (Noise, Vibration, Harshness), Squeak and Rattle

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Zentrales Gesetz in Deutschland zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen auf Menschen und Natur. Es legt die rechtlichen Rahmenbedingungen fest und wird für Schallmessungen durch Vorschriften wie TA Lärm, AVV Baulärm, Sportanlagenlärmschutzverordnung und Freizeitlärmrichtlinie ergänzt.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: TA Lärm, Schallimmission, Immissionsrichtwert, AVV Baulärm

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D

DAkkS-Kalibrierung

Rückführbare Kalibrierung durch ein von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Kalibrierlabor. Die Kalibrierung dokumentiert die messtechnische Rückführung der Messergebnisse auf nationale oder internationale Normale und wird mit einem DAkkS-Kalibrierschein bestätigt. Für die Messgröße Akustik können unter anderem Schallpegelmesser nach DIN EN 61672-3:2017 (Periodische Einzelprüfung) kalibriert werden.

Quelle und mehr dazu: Kalibrierung & Eichung

Siehe auch: Eichung, Schallkalibrator, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Schallpegelmesser

DIN 15905-5

Norm der Veranstaltungstechnik mit Maßnahmen zum Vermeiden einer Gehörgefährdung des Publikums durch hohe Schallemissionen elektroakustischer Beschallungstechnik. Sie legt das Messverfahren sowie Werte wie LAeq,30min von 99 dB(A) und LCpeak von 135 dB fest; aktuelle Ausgabe ist 2022-07.

Quelle und mehr dazu: din15905.de (extern), DIN Media: DIN 15905-5 (extern)

Siehe auch: Veranstaltungsüberwachung, Spitzenschalldruckpegel (LCpeak), Äquivalenter Dauerschallpegel (LAeq)

DIN 4150

Maßgebliche Norm in Deutschland für die Bewertung von Erschütterungen im Bauwesen. Teil 2 behandelt die Einwirkung auf Menschen in Gebäuden, Teil 3 die Einwirkung auf bauliche Anlagen mit zulässigen Schwinggeschwindigkeiten (mm/s) für verschiedene Gebäudearten.

Quelle und mehr dazu: Erschütterung / Gebäudevibration

Siehe auch: Erschütterungsmessung, Erschütterungsmessstation, Körperschall

DIN 45680

Norm zur Ermittlung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen, auf die die TA Lärm verweist.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm, Produkt: Nor140

Siehe auch: Schallimmission, TA Lärm, DIN 45681

DIN 45681

Norm zur messtechnischen Ermittlung der Tonhaltigkeit von Geräuschen und des daraus folgenden Tonhaltigkeitszuschlags für den Beurteilungspegel.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm, Produkt: Nor140

Siehe auch: Tonhaltigkeitszuschlag, DIN 45680, FFT-Analyse

DIN EN 29052-1

Norm zur Messung der dynamischen Steifigkeit von Dämmschichten, insbesondere Trittschalldämmstoffen. Referenzmethode ist die sinusförmige Anregung.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung

Siehe auch: Dynamische Steifigkeit, Trittschall, Materialprüfung (akustisch)

DIN EN 61672

Normenreihe für Schallpegelmesser: Teil 1 legt die Anforderungen fest, Teil 2 die Baumusterprüfung durch die PTB, Teil 3 die periodische Einzelprüfung als Eichung oder DAkkS-Kalibrierung.

Quelle und mehr dazu: Kalibrierung & Eichung

Siehe auch: Schallpegelmesser, Genauigkeitsklasse 1, Baumusterprüfung, Eichung

DIN EN ISO 10052

Kurzverfahren zur Messung der Luftschalldämmung und Trittschalldämmung sowie des Schalls von haustechnischen Anlagen in Gebäuden.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung, DIN Media: DIN EN ISO 10052 (extern)

Siehe auch: Bauakustik, DIN EN ISO 16283, Trittschall

DIN EN ISO 10140

Normenreihe zur Messung der Schalldämmung von Bauteilen im Prüfstand mit der Schalldruckmethode, unter anderem mit Mikrofonschwenkanlagen und mehreren Lautsprechersystemen.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Bauakustik, DIN EN ISO 16283, Norm-Trittschall-Hammerwerk, DIN EN ISO 15186

DIN EN ISO 10848

Normenreihe zur Messung der Flankenübertragung zwischen Räumen.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung, Produkt: Nor850-BA

Siehe auch: Flankenübertragung, Bauakustik

DIN EN ISO 11654

Norm zur Bewertung der Schallabsorption von Schallabsorbern für die Anwendung in Gebäuden. Nach ihr wird der bewertete Schallabsorptionsgrad αw berechnet, ein Einzahlwert zwischen 0 (keine Absorption) und 1 (vollständige Absorption), der die Absorption über einen breiten Frequenzbereich zusammenfasst.

Quelle und mehr dazu: BauNetz Wissen: Bewerteter Schallabsorptionsgrad (extern), DIN Media: DIN EN ISO 11654 (extern)

Siehe auch: Schallabsorptionsgrad, DIN EN ISO 354, Raumakustik

DIN EN ISO 15186

Normenreihe zur Bestimmung der Schalldämmung aus Schallintensitätsmessungen: Teil 1 im Prüfstand, Teil 2 in Gebäuden. Die Intensitätsmethode ermöglicht es, die Dämmung einzelner Elemente eines Bauteils, etwa von Türen, zu bestimmen.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Schallintensität, Bau-Schalldämm-Maß (R'w), DIN EN ISO 10140

DIN EN ISO 16283

Normenreihe zur Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen am Bau mit der Schalldruckmethode: Teil 1 Luftschalldämmung, Teil 2 Trittschalldämmung, Teil 3 Fassadenschalldämmung.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Bauakustik, Bau-Schalldämm-Maß (R'w), Trittschall, DIN EN ISO 10052

DIN EN ISO 3382

Normenreihe zur Messung raumakustischer Parameter: Teil 1 für Aufführungsräume, Teil 2 für die Nachhallzeit in gewöhnlichen Räumen, Teil 3 für Großraumbüros.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik, Produkt: Nor850-RA

Siehe auch: Nachhallzeit (T60), Raumakustik, Dodekaeder-Lautsprecher

DIN EN ISO 354

Norm zur Messung der Schallabsorption in Hallräumen. Die Nachhallzeit im Hallraum wird dabei in der Regel mehrkanalig gemessen.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor850-BA, Produkt: Nor269

Siehe auch: Schallabsorptionsgrad, DIN EN ISO 11654, Materialprüfung (akustisch)

DIN EN ISO 9053-2

Norm zur Bestimmung des Strömungswiderstands poröser Materialien mit dem Luftwechselstromverfahren. Im Unterschied zum Verfahren mit statischer Luftströmung (ISO 9053-1) kann dabei ein Schallpegelmesser als Messgerät verwendet werden.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung, Produkt: Nor1517A

Siehe auch: Strömungswiderstand, Materialprüfung (akustisch)

Dodekaeder-Lautsprecher

Schallquelle, die Schall gleichmäßig in alle Richtungen abstrahlt. Sie wird in der Bauakustik für Luftschallmessungen und in der Raumakustik zur Bestimmung der Nachhallzeit eingesetzt.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik

Siehe auch: Nachhallzeit (T60), DIN EN ISO 3382, DIN EN ISO 16283, Schallquelle (Messtechnik)

Dynamische Steifigkeit

Kenngröße für das Federungsvermögen einer Dämmschicht und wichtiger Indikator für die Bewertung von Trittschalldämmstoffen. Sie wird nach DIN EN 29052-1 gemessen.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung

Siehe auch: DIN EN 29052-1, Trittschall, Materialprüfsystem

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E

Eichung

Hoheitliche Einzelprüfung eines Messgeräts. Ein Schallpegelmesser muss geeicht sein, wenn er für rechtsverbindliche Messungen eingesetzt wird; einige Regelwerke wie die TA Lärm schreiben dies vor. Voraussetzung ist eine Baumusterprüfung nach DIN EN 61672-2.

Quelle und mehr dazu: Kalibrierung & Eichung

Siehe auch: DAkkS-Kalibrierung, Schallpegelmesser, Baumusterprüfung, DIN EN 61672

Erschütterungsmessstation

Robustes, baustellentaugliches Messsystem zur kontinuierlichen Überwachung von Gebäudeschwingungen, etwa bei Tiefbau-, Abriss- oder innerstädtischen Bauprojekten. Es erfüllt die Anforderungen der DIN 45669-1, liefert Echtzeitdaten per Fernzugriff und dient der Bewertung von Erschütterungen nach DIN 4150.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Erschütterungsmessstationen, Erschütterung / Gebäudevibration

Siehe auch: Erschütterungsmessung, DIN 4150, Lärmmessstation

Erschütterungsmessung

Überwachung von Schwingungen, die etwa durch Bauarbeiten, Verkehr, Sprengungen oder technische Anlagen entstehen und auf Bauwerke und Menschen einwirken. Die Messdaten werden mit definierten Anhaltswerten abgeglichen; die Messtechnik muss den Anforderungen der DIN 45669-1 entsprechen.

Quelle und mehr dazu: Erschütterung / Gebäudevibration

Siehe auch: DIN 4150, Erschütterungsmessstation, Schwingungsmessgerät, Körperschall

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F

Fahrgeräusch (Road Noise)

Geräusch aus der Wechselwirkung zwischen Reifen und Fahrbahn, das bei Elektrofahrzeugen einen dominanten Beitrag leistet, weil maskierende Motorgeräusche weitgehend entfallen. Anteile unterhalb von etwa 300 Hz gelangen überwiegend als Körperschall, höhere Frequenzen als Luftschall in den Innenraum.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Fahrzeugakustik, NVH (Noise, Vibration, Harshness), Vorbeifahrtsgeräusch

Fahrzeugakustik

Akustische Auslegung von Fahrzeugen als Teil der NVH-Entwicklung mit direktem Einfluss auf wahrgenommene Qualität, Fahrkomfort und gesetzliche Konformität. Mit der Elektrifizierung rücken bislang maskierte Quellen wie Brems-, Wind-, Fahr- sowie Summ-, Quietsch- und Klappergeräusche stärker in den Fokus.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: NVH (Noise, Vibration, Harshness), Vorbeifahrtsgeräusch, Fahrgeräusch (Road Noise), Windgeräusch

FFT-Analyse

Fast Fourier Transformation: Verfahren, das ein komplexes Schwingungssignal in seine einzelnen Frequenzanteile zerlegt. In der Maschinendiagnose lassen sich so charakteristische Muster erkennen, die auf Unwuchten, Lagerschäden oder Zahnradprobleme hinweisen.

Quelle und mehr dazu: Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: Akustische Übertragungsfunktion (ATF), DIN 45681, Schall- und Schwingungsmessgerät

Flankenübertragung

Schallübertragung zwischen Räumen über angrenzende (flankierende) Bauteile statt nur über das trennende Bauteil. Sie ist in der Bauakustik oft entscheidend; ihre Messung regelt die DIN EN ISO 10848.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: DIN EN ISO 10848, Bauakustik, Körperschall

Freizeitlärmrichtlinie

Ergänzende Vorschrift zum BImSchG für Freizeitlärm, die – wie die übrigen Immissionsschutzvorschriften – Immissionsgrenzwerte, Mess- und Berechnungsmethoden sowie Kontroll- und Überwachungsverfahren enthält. Lärmmessstationen werden unter anderem zur Erfassung von Freizeitlärm nach dieser Richtlinie eingesetzt.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm, Produkte: Lärmmessstationen

Siehe auch: TA Lärm, Sportanlagenlärmschutzverordnung, Immissionsrichtwert

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G

Genauigkeitsklasse 1

Höchste Anforderungsklasse für Schallpegelmesser nach DIN EN IEC 61672-1. Die TA Lärm fordert für Schallmessungen Geräte der Klasse 1, die zudem baumustergeprüft und geeicht sein müssen.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: DIN EN 61672, Schallpegelmesser, Baumusterprüfung

Grenzschichtmessung

Aeroakustische Messung unmittelbar an der Oberfläche innerhalb der turbulenten Grenzschicht (TBL). Ziel ist es, das akustische Nutzsignal von strömungsbedingten Druckschwankungen zu trennen; die Mikrofone werden dafür bündig (flush-mounted) oder auf der Oberfläche montiert.

Quelle und mehr dazu: Aeroakustik

Siehe auch: Aeroakustik, Oberflächenmikrofon, Windgeräusch

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H

Head-and-Torso-Simulator (HATS)

Kunstkopf zur akustischen Simulation von Ohr, Kopf und Torso, etwa das System KEMAR. Er ermöglicht eine realitätsnahe Abbildung des menschlichen Hörens bei der Prüfung von Kopfhörern, Headsets und Hörgeräten.

Quelle und mehr dazu: Ohrsimulatoren / Kunstkopf

Siehe auch: Ohrsimulator, ITU-T P.51 / P.57, Fahrzeugakustik

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I

Immissionsrichtwert

Richtwert für Geräuschimmissionen, der je nach Gebietstyp und Tageszeit festgelegt ist, etwa in TA Lärm und AVV Baulärm. Die Einhaltung wird anhand des Beurteilungspegels an maßgeblichen Immissionsorten bewertet; für reine Wohngebiete gelten nach TA Lärm zum Beispiel 50 dB(A) tags und 35 dB(A) nachts.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: TA Lärm, Beurteilungspegel, Schallimmission

Impedanzrohr (Kundtsches Rohr)

Messaufbau zur Bestimmung von Oberflächenimpedanz und Schallabsorptionsgrad kleiner Materialproben, etwa von Schaumstoffen. Das Verfahren ist in DIN EN ISO 10534-2 und ASTM E1050 beschrieben.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung

Siehe auch: ISO 10534-2, Schallabsorptionsgrad, Übertragungsmatrix-Verfahren, Materialprüfung (akustisch)

Impulsschallquelle

Schallquelle, die einen Raum mit einem kurzen Impuls anregt, etwa für die Messung der Nachhallzeit. Sie ersetzt Behelfslösungen wie Luftballons oder Schreckschusspistolen und erreicht hohe Anregungspegel mit guter Linearität im bau- und raumakustisch relevanten Frequenzbereich.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor286 Impulsschallquelle, Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Nachhallzeit (T60), DIN EN ISO 3382, Schallquelle (Messtechnik)

ISO 10534-2

Norm zur Bestimmung der akustischen Eigenschaften in Impedanzrohren mit der 2-Mikrofontechnik: Schallabsorptionsgrad und Oberflächenimpedanz bei senkrechtem Schalleinfall.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor1527 Impedanzrohr, Materialprüfung

Siehe auch: Impedanzrohr (Kundtsches Rohr), Schallabsorptionsgrad, DIN EN ISO 354

ISO 11201 bis ISO 11204

Normen zur Bestimmung des Emissions-Schalldruckpegels von Maschinen am Arbeitsplatz: ISO 11201 im freien Schallfeld über reflektierender Ebene, ISO 11202 mit angenäherter und ISO 11204 mit exakter Umgebungskorrektur.

Quelle und mehr dazu: arbeitsplatz-laerm.de: Emissions-Schalldruckpegel (extern)

Siehe auch: Schallemission, Maschinenrichtlinie (2006/42/EG), ISO 3744 / ISO 3745 / ISO 3746

ISO 20816

Normenreihe zur Messung und Bewertung von Maschinenschwingungen, die die frühere ISO 10816 abgelöst hat. Bewertet wird vor allem der Effektivwert der Schwinggeschwindigkeit in mm/s, eingeteilt in die Bewertungszonen A bis D.

Quelle und mehr dazu: Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: Bewertungszonen A bis D, Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), Schwingungsmessgerät

ISO 3744 / ISO 3745 / ISO 3746

Normen zur Bestimmung der Schallleistung aus Schalldruckmessungen auf einer Hüllfläche um die Quelle. Je nach Norm – ISO 3746, ISO 3744 oder ISO 3745 – werden 4, 10 oder 20 Messpositionen erfasst.

Quelle und mehr dazu: Schallleistung / Schallemission, Produkt: Nor850-SP

Siehe auch: Schallleistung, Schallemission, Referenzschallquelle, ISO 9614

ISO 9614

Normenreihe zur Bestimmung der Schallleistung aus Schallintensitätsmessungen (Teil 1 und Teil 2). Sie ist eine Alternative zur Schalldruckmethode nach ISO 3744 ff.

Quelle und mehr dazu: Schallleistung / Schallemission, Produkt: Nor850-SI

Siehe auch: Schallintensität, Schallleistung, Schallintensitätsmessgerät

ITU-T P.51 / P.57

Empfehlungen der ITU-T für die reproduzierbare Prüfung von Sprachkommunikation und Sprachverständlichkeit unter praxisnahen Laborbedingungen. P.51 betrifft Mundsimulatoren, P.57 Ohrsimulatoren, etwa für die Qualitätskontrolle von Headsets und Mobilgeräten.

Quelle und mehr dazu: Consumer Audio & Electronics, Ohrsimulatoren / Kunstkopf

Siehe auch: Ohrsimulator, Head-and-Torso-Simulator (HATS)

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K

Körperschall

Schall, der über feste Strukturen weitergeleitet wird, etwa über die Gebäudestruktur oder über Fahrwerk und Karosserie eines Fahrzeugs. Trittschall ist eine besondere Form des Körperschalls; bei Fahrgeräuschen werden Anteile unterhalb von etwa 300 Hz überwiegend als Körperschall in den Innenraum eingeleitet.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung, Fahrzeugakustik

Siehe auch: Luftschall, Trittschall, Erschütterungsmessung, Flankenübertragung

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L

Lärm am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz)

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, die Lärmbelastung am Arbeitsplatz zu erfassen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen, da dauerhafter Lärm zu Hörschäden, Tinnitus und erhöhtem Unfallrisiko führen kann. Grundlage ist die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, als Messmethode gilt DIN EN ISO 9612.

Quelle und mehr dazu: Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz

Siehe auch: LärmVibrationsArbSchV, Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), Lärmdosimeter (Schalldosimeter), ASR A3.7

Lärmdosimeter (Schalldosimeter)

Kompakter, leichter Schallpegelmesser (auch Schallexposimeter), der an der Schulter getragen wird und über die gesamte Arbeitsschicht den Pegelverlauf von LAeq und LCpeak aufzeichnet. Daraus wird der persönliche Lärmexpositionspegel LEX,8h ermittelt – vor allem bei Beschäftigten an nicht stationären Arbeitsplätzen; die Geräte erfüllen die Anforderungen der ISO 9612.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Lärmdosimeter, Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz

Siehe auch: Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), Lärm am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz), Spitzenschalldruckpegel (LCpeak)

Lärmmessstation

Kompaktes, wetterfestes Messsystem für das kontinuierliche Lärmmonitoring direkt am Einsatzort. Eingesetzt wird es etwa für Gewerbelärm nach TA Lärm, Baulärm nach AVV Baulärm, Freizeitlärm, Fluglärm und bei Veranstaltungen; ergänzende Module ermöglichen Richtungserkennung und KI-gestützte Quellenerkennung.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Lärmmessstationen, Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Lärmmonitoring, Schallimmission, TA Lärm, Erschütterungsmessstation

Lärmmonitoring

Dauerhafte Überwachung des Schallpegels mit autarken, wetterfesten Lärmmessstationen, etwa an Industrieanlagen mit angrenzender Wohnbebauung oder an Dauerbaustellen. Die Messdaten werden per Mobilfunk in die Cloud übertragen und über ein Webportal ausgewertet.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Lärmmessstation, Schallimmission, NoiseCompass

LärmVibrationsArbSchV

Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, mit der die EU-Richtlinie 2003/10/EG in deutsches Recht umgesetzt wurde. Sie legt untere und obere Auslösewerte für den Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h und den Spitzenschalldruckpegel LCPeak fest; konkretisiert wird sie durch die TRLV Lärm.

Quelle und mehr dazu: Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz

Siehe auch: Lärm am Arbeitsplatz (Arbeitsschutz), Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), Spitzenschalldruckpegel (LCpeak)

Luftschall

Schall aus Quellen wie Sprache, Musik oder Verkehrslärm, der auf Bauteile trifft und sie in Schwingung versetzt, wodurch Schallenergie in angrenzende Räume übertragen wird. Bei bauakustischen Messungen dient meist ein Dodekaeder-Lautsprecher als Schallquelle.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Körperschall, Bau-Schalldämm-Maß (R'w), Schallquelle (Messtechnik)

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M

Maschinenrichtlinie (2006/42/EG)

EU-Richtlinie, die unter anderem die Geräuschangabe für Maschinen regelt: Bis 70 dB(A) genügt die Angabe „70 dB(A)“ für den Emissions-Schalldruckpegel am Arbeitsplatz, darüber ist der konkrete Wert und ab 80 dB(A) zusätzlich der Schallleistungspegel anzugeben. Ab dem 20. Januar 2027 wird sie durch die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 abgelöst.

Quelle und mehr dazu: arbeitsplatz-laerm.de: Geräuschangabe nach Maschinenrichtlinie (extern), IHK Halle-Dessau: Maschinenverordnung (extern)

Siehe auch: Schallemission, ISO 11201 bis ISO 11204, Schallleistung

Materialprüfsystem

Messsystem zur normgerechten akustischen Charakterisierung von Werkstoffen, etwa hinsichtlich Schallabsorption und Schalldämmung. Dazu gehören Impedanzrohre, Geräte zur Messung des Strömungswiderstands poröser Materialien und Systeme zur Ermittlung der dynamischen Steifigkeit von Trittschalldämmstoffen.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Materialprüfsysteme, Materialprüfung

Siehe auch: Materialprüfung (akustisch), Impedanzrohr (Kundtsches Rohr), Dynamische Steifigkeit

Materialprüfung (akustisch)

Untersuchung von Werkstoffen auf ihre akustischen Eigenschaften, etwa Schalldämmwerte, Absorptionsgrad, Strömungswiderstand und dynamische Steifigkeit. Die Messungen erfolgen meist in Prüflaboren oder Entwicklungsabteilungen nach genormten Verfahren.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung

Siehe auch: Materialprüfsystem, Schallabsorptionsgrad, Strömungswiderstand, Impedanzrohr (Kundtsches Rohr)

Mehrkanalmessgerät

Messsystem mit mehreren synchronen Messkanälen – als portables Gerät mit bis zu vier Kanälen – für Mikrofone und Beschleunigungsaufnehmer. Es eignet sich für professionelle Schall- und Schwingungsmessungen, etwa in der Bauakustik oder im Condition Monitoring.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Mehrkanalmessgeräte

Siehe auch: Schall- und Schwingungsmessgerät, Mikrofonarray, Auswertesoftware (Akustik)

Mikrofonarray

Anordnung vieler Mikrofone, die Schallwellen gleichzeitig aus verschiedenen Richtungen erfassen. Mikrofonarrays werden in akustischen Kameras und in der Aeroakustik zur Lokalisierung von Schallquellen eingesetzt.

Quelle und mehr dazu: Schallquellenortung, Aeroakustik

Siehe auch: Beamforming, Akustische Kamera, Schallquellenortung

Multifeldmikrofon

Messmikrofon für Schallfelder, die zwischen freiem Feld und diffusem Schalleinfall variieren, etwa im Fahrzeuginnenraum. Es bietet insbesondere bei hohen Frequenzen eine sehr gute Messgenauigkeit.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Schallpegelmesser, Oberflächenmikrofon

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N

Nachhallzeit (T60)

Zeit, die der Schalldruckpegel nach dem Verstummen der Schallquelle benötigt, um um 60 dB abzuklingen. Die Messung ist in der DIN EN ISO 3382 geregelt; eine kurze Nachhallzeit verbessert die Sprachverständlichkeit, eine längere begünstigt die Klangentfaltung von Musik.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik

Siehe auch: DIN EN ISO 3382, Raumakustik, Dodekaeder-Lautsprecher, Sprachverständlichkeit

NoiseCompass

Hardware-Modul zur Erkennung der Schalleinfallsrichtung, das unterhalb des Außenmikrofons einer Lärmmessstation montiert wird. Pegel-Trigger lassen sich damit an einen zuvor definierten Richtungssektor (3D) koppeln, sodass sie nur gelten, wenn der dominierende Schallanteil aus dieser Richtung stammt.

Quelle und mehr dazu: Produkt: NoiseCompass, Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Schallquellenortung, Lärmmonitoring, Lärmmessstation

NoiseTag

Optionales, KI-gestütztes Softwaremodul der NorCloud zur automatischen Erkennung von Geräuschquellen. Zusammen mit NoiseCompass stellt es sicher, dass nur das zu beurteilende Anlagengeräusch in die Beurteilung einfließt.

Quelle und mehr dazu: Produkt: NorCloud, Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Veranstaltungsüberwachung, DIN 15905-5, Lärmdosimeter (Schalldosimeter)

Norm-Trittschall-Hammerwerk

Genormte Schallquelle für Trittschallmessungen mit fünf Hämmern von je 500 g, einer Fallhöhe von 40 mm und 100 ms zwischen den Hammerschlägen. Eingesetzt wird es etwa nach ISO 16283-2 und ISO 10140-5.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor277 Norm-Trittschall-Hammerwerk, Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Trittschall, DIN EN ISO 10140, DIN EN ISO 16283

NVH (Noise, Vibration, Harshness)

Bereich der Fahrzeugentwicklung, in dem Geräusche und Schwingungen erfasst, bewertet und optimiert werden – vom Einzelbauteil auf dem Prüfstand bis zum Gesamtfahrzeug im Straßenbetrieb. Typische Themen sind Brems-, Antriebsstrang-, Wind- und Fahrgeräusche.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Fahrzeugakustik, Squeak and Rattle, Fahrgeräusch (Road Noise)

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O

Oberflächenmikrofon

Flaches Mikrofon, das auf eine Oberfläche montiert wird (surface-mounting), etwa in der Aeroakustik von Flugzeugen und Fahrzeugen. Es ist eine Alternative zur bündigen Montage, wenn kein Bauraum vorhanden ist oder Bauteile nicht verändert werden dürfen; UTP-Mikrofone haben eine Bauhöhe von nur 1 mm.

Quelle und mehr dazu: Aeroakustik, Fahrzeugakustik

Siehe auch: Grenzschichtmessung, Aeroakustik, Windgeräusch

Ohrsimulator

Messvorrichtung, die die akustische Impedanz des menschlichen Ohres realitätsnah nachbildet, insbesondere nach DIN EN IEC 60318-4 als Nachfolger der IEC 60711. Sie ermöglicht reproduzierbare Messungen von Kenngrößen wie Frequenzgang, Verzerrungen oder Ausgangsschalldruckpegel bei Hörgeräten.

Quelle und mehr dazu: Audiologie

Siehe auch: Head-and-Torso-Simulator (HATS), ITU-T P.51 / P.57

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P

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Nationales Metrologieinstitut Deutschlands. Sie führt die Baumusterprüfung von Schallpegelmessern nach DIN EN 61672-2 durch, die Voraussetzung für deren Eichung ist.

Quelle und mehr dazu: Kalibrierung & Eichung, Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Baumusterprüfung, Eichung, DAkkS-Kalibrierung

Predictive Maintenance

Vorausschauende Instandhaltung, die sich nach dem tatsächlichen Maschinenzustand richtet statt nach festen Intervallen. Sie nutzt die Daten der Zustandsüberwachung, um den optimalen Zeitpunkt für Wartungsmaßnahmen vorherzusagen.

Quelle und mehr dazu: Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), ISO 20816, Schwingungsmessgerät

Production Line Test

Akustische Prüfung direkt in der Fertigungslinie (End-of-Line-Prüfung), die sicherstellt, dass nur Produkte innerhalb der definierten Spezifikationen den Kunden erreichen. Da schon geringe Messunsicherheiten zu falschen Pass/Fail-Entscheidungen führen, müssen die Mikrofone robust und langzeitstabil sein.

Quelle und mehr dazu: Production Line Tests

Siehe auch: Materialprüfung (akustisch), Schwingungsmessgerät, Schallemission

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R

Raumakustik

Untersucht die Schallausbreitung innerhalb eines einzelnen Raums und bewertet dessen Eignung für Sprache, Musik oder andere Nutzungen. Wichtigste Beurteilungsgrößen sind Nachhallzeit und Sprachverständlichkeit; Anforderungen enthalten etwa DIN 18041, VDI 2569 und ASR A3.7.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik

Siehe auch: Nachhallzeit (T60), Schallabsorptionsgrad, Sprachverständlichkeit, ASR A3.7

Referenzschallquelle

Schallquelle, die bei der Bestimmung der Schallleistung für normgerechte Vergleiche eingesetzt werden kann. Sie gehört neben Luftschallquellen, Hammerwerken und Impulsschallquellen zu den Schallquellen der akustischen Messtechnik.

Quelle und mehr dazu: Schallleistung / Schallemission, Produkte: Schallquellen

Siehe auch: Schallleistung, ISO 3744 / ISO 3745 / ISO 3746, Schallquelle (Messtechnik)

Zurück zur Übersicht

S

Schall- und Schwingungsmessgerät

Messgerät, an dessen Kanäle wahlweise Messmikrofone oder Beschleunigungssensoren angeschlossen werden, sodass Schall und Schwingung auch gleichzeitig gemessen werden können. Solche Systeme decken mit einem Gerät Anwendungen aus Akustik und Schwingungstechnik ab, etwa FFT-Analysen über mehrere Kanäle.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor150, Produkt: RIONOTE

Siehe auch: Schallpegelmesser, Schwingungsmessgerät, Mehrkanalmessgerät

Schallabsorptionsgrad

Kenngröße für die Schallabsorption akustischer Materialien und in der Raumakustik von zentraler Bedeutung. Für kleine Proben wird er im Impedanzrohr nach ISO 10534-2 bestimmt, im Hallraum nach ISO 354.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung, Produkt: Nor1527 Impedanzrohr

Siehe auch: DIN EN ISO 354, Impedanzrohr (Kundtsches Rohr), DIN EN ISO 11654, Raumakustik

Schallemission

Die von einer Schallquelle, etwa einer Maschine oder einem Gerät, abgegebenen Geräusche. Quantifiziert wird sie über die Schallleistung; für viele in der EU verkaufte Produkte ist eine Geräuschkennzeichnung vorgeschrieben.

Quelle und mehr dazu: Schallleistung / Schallemission

Siehe auch: Schallleistung, Schallimmission, Maschinenrichtlinie (2006/42/EG), ISO 3744 / ISO 3745 / ISO 3746

Schallimmission

Die auf Menschen oder einen bestimmten Ort einwirkenden Geräusche einer oder mehrerer Schallquellen, etwa aus Industrie, Gewerbe, Baustellen oder Verkehr. Rechtliche Grundlage in Deutschland ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), ergänzt unter anderem durch TA Lärm und AVV Baulärm.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Schallemission, TA Lärm, Immissionsrichtwert, Lärmmonitoring

Schallintensität

Die pro Zeiteinheit durch eine definierte Fläche in einer bestimmten Richtung strömende Schallenergie, angegeben in Watt pro Quadratmeter. Sie ist ein Schlüsselwert der Schallleistungsmessung nach ISO 9614 und wird mit einer Intensitätssonde gemessen, deren Spacer den Mikrofonabstand festlegt.

Quelle und mehr dazu: Schallintensität

Siehe auch: ISO 9614, Schallintensitätsmessgerät, Schallleistung, DIN EN ISO 15186

Schallintensitätsmessgerät

Mehrkanaliges Messsystem, das zusammen mit einer Intensitätssonde die Schallintensität erfasst. Es wird zur Bestimmung der Schallleistung, für Schalldämmungsmessungen und zur Schallquellenortung eingesetzt.

Quelle und mehr dazu: Produkt: Nor150, Schallintensität

Siehe auch: Schallintensität, ISO 9614, Schallquellenortung

Schallkalibrator

Gerät, mit dem die einwandfreie Funktion eines Schallpegelmessers vor jeder Messung normgerecht überprüft wird. Schallkalibratoren der Genauigkeitsklasse 1 erfüllen die EN/IEC 60942; Modelle mit vier Arbeitspunkten prüfen zusätzlich die Pegel- und Frequenzlinearität.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Kalibratoren, Kalibrierung & Eichung

Siehe auch: DAkkS-Kalibrierung, Schallpegelmesser, Eichung

Schallleistung

Die pro Zeiteinheit von einer Schallquelle abgestrahlte Schallenergie in Watt; der Schallleistungspegel LW wird in dB angegeben. Da sie unabhängig von Umgebung und Schallfeld ist, dient sie zum objektiven Vergleich von Geräuschemissionen, etwa auf dem EU-Energielabel.

Quelle und mehr dazu: Schallleistung / Schallemission

Siehe auch: Schallemission, ISO 3744 / ISO 3745 / ISO 3746, Schallintensität, Referenzschallquelle

Schallpegelmesser

Messgerät zur Erfassung des Schallpegels, dessen Anforderungen in der DIN EN 61672-1 festgelegt sind; unterschieden werden die Genauigkeitsklassen 1 und 2. Eingesetzt wird er etwa für Lärmmessungen im Arbeitsschutz, im Umweltschutz nach TA Lärm und AVV Baulärm sowie für Schalldämmungs-, Nachhallzeit- und Sprachverständlichkeitsmessungen.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Schallpegelmesser

Siehe auch: DIN EN 61672, Genauigkeitsklasse 1, Schallkalibrator, Eichung

Schallquelle (Messtechnik)

Gerät, das reproduzierbare Anregungssignale für normgerechte Messungen in Raum- und Bauakustik sowie bei Schallintensitätsmessungen erzeugt. Dazu zählen Luftschallquellen, Leistungsverstärker, Trittschall-Hammerwerke, Impulsschallquellen und Referenzschallquellen, die zur Bestimmung von Nachhallzeit, Schalldämmung und Schallleistung dienen.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Schallquellen

Siehe auch: Dodekaeder-Lautsprecher, Referenzschallquelle, Impulsschallquelle

Schallquellenortung

Verfahren zur räumlichen Eingrenzung und Visualisierung von Geräuschen, bei dem Position, Stärke und Frequenz einer Schallquelle erfasst werden. Typische Einsätze sind Schalllecks an Fenstern und Türen, störende Bauteile in Industrieanlagen sowie die Produktentwicklung.

Quelle und mehr dazu: Schallquellenortung

Siehe auch: Akustische Kamera, Beamforming, Schallintensität, NoiseCompass

Schwingungsmessgerät

Messgerät für die Maschinendiagnose und die Zustandsüberwachung von Anlagen, das Unregelmäßigkeiten im Schwingungsverhalten frühzeitig erkennbar macht. Das Spektrum reicht von handlichen Vibrationsmessgeräten für die schnelle Bewertung des Maschinenzustands bis zu ein- oder mehrkanaligen Schwingungsanalysatoren mit FFT-Analyse.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Schwingungsmessgeräte, Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: Erschütterungsmessung, ISO 20816, Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), Schall- und Schwingungsmessgerät

Speech Transmission Index (STI) / STIPA

Bewertungsparameter für die Sprachverständlichkeit auf einer Skala von 0 (unverständlich) bis 1 (sehr gut verständlich), festgelegt in DIN EN 60268-16. Die vereinfachte STIPA-Methode ist insbesondere für Beschallungs- und Evakuierungsanlagen vorgesehen.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik

Siehe auch: Sprachverständlichkeit, Raumakustik, Nachhallzeit (T60)

Spitzenschalldruckpegel (LCpeak)

C-bewerteter Spitzenschalldruckpegel, für den die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung untere und obere Auslösewerte festlegt. Messgeräte für die Lärmmessung am Arbeitsplatz müssen ihn neben dem LAeq erfassen können.

Quelle und mehr dazu: Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz

Siehe auch: Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h), LärmVibrationsArbSchV, DIN 15905-5

Sportanlagenlärmschutzverordnung

Ergänzende Vorschrift zum BImSchG für Geräusche von Sportanlagen. Sie enthält die für diesen Anwendungsbereich relevanten Immissionsgrenzwerte, Mess- und Berechnungsmethoden, Genehmigungsvoraussetzungen sowie Kontroll- und Überwachungsverfahren.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Freizeitlärmrichtlinie, TA Lärm, Immissionsrichtwert

Sprachverständlichkeit

Beschreibt, wie gut gesprochene Informationen in einem Raum wahrgenommen und verstanden werden – direkt gesprochen oder über eine Beschallungsanlage übertragen. Sie ist neben der Nachhallzeit die wichtigste Beurteilungsgröße der Raumakustik und wird über den STI bzw. die STIPA-Methode bewertet.

Quelle und mehr dazu: Raumakustik

Siehe auch: Speech Transmission Index (STI) / STIPA, Nachhallzeit (T60), Raumakustik

Squeak and Rattle

Summ-, Quietsch- und Klappergeräusche, die durch relative Bewegungen zwischen Bauteilen entstehen und oft nur unter bestimmten Betriebs- oder Umweltbedingungen auftreten. Zur Lokalisierung dienen unter anderem Silent-Shaker-Tests in NVH-Testanlagen mit definierten Anregungsprofilen.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: NVH (Noise, Vibration, Harshness), Fahrzeugakustik, Bremsgeräuschmessung

Strömungswiderstand

Kenngröße poröser Materialien wie Schaumstoffe, Vliese oder Textilien, die für die Beurteilung der Schallabsorption wesentlich ist. Er wird nach DIN ISO 9053-2 mit dem Luftwechselstromverfahren bestimmt.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung

Siehe auch: DIN EN ISO 9053-2, Materialprüfung (akustisch), Schallabsorptionsgrad

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T

TA Lärm

Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm; sie konkretisiert das BImSchG für Geräuschimmissionen von Gewerbe- und Industrieanlagen. Die Immissionsrichtwerte hängen von Gebietstyp und Tageszeit ab, für reine Wohngebiete gelten zum Beispiel 50 dB(A) tags und 35 dB(A) nachts.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: Immissionsrichtwert, Beurteilungspegel, Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), Schallimmission

Tages-Lärmexpositionspegel (LEX,8h)

Maßgebliche Größe für die Lärmbelastung von Beschäftigten, für die die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung – ebenso wie für den Spitzenschalldruckpegel LCPeak – untere und obere Auslösewerte festlegt. Bei Überschreitung sind Maßnahmen zum Gehörschutz einzuleiten; das Messverfahren beschreibt DIN EN ISO 9612.

Quelle und mehr dazu: Arbeitsschutz / Lärm am Arbeitsplatz

Siehe auch: Äquivalenter Dauerschallpegel (LAeq), LärmVibrationsArbSchV, Lärmdosimeter (Schalldosimeter), Spitzenschalldruckpegel (LCpeak)

Tonhaltigkeitszuschlag

Zuschlag auf den Beurteilungspegel für Geräusche mit auffälligen Tonhaltigkeiten, die als besonders störend gelten. Die messtechnische Ermittlung erfolgt nach DIN 45681.

Quelle und mehr dazu: Schallimmission / Umweltlärm

Siehe auch: DIN 45681, Beurteilungspegel, TA Lärm

Trittschall

Besondere Form des Körperschalls, die entsteht, wenn Schritte oder andere mechanische Anregungen direkt in die Gebäudestruktur eingeleitet werden. Im Rahmen einer Messung dient ein Norm-Hammerwerk als Schallquelle zur Anregung der Decken- oder Treppenkonstruktion; Kenngröße ist der Norm-Trittschallpegel L'n.

Quelle und mehr dazu: Bauakustik / Schalldämmung

Siehe auch: Norm-Trittschall-Hammerwerk, Bauakustik, DIN EN ISO 16283, Körperschall

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U

Übertragungsmatrix-Verfahren

Verfahren nach ASTM E2611 zur Ermittlung der Schalldurchgangsdämpfung von Materialien (4-Pol-Übertragungsmatrix-Methode). Es wird mit einem Impedanzmesskanal mit vier Mikrofonen durchgeführt.

Quelle und mehr dazu: Materialprüfung, Produkt: Nor1527 Impedanzrohr

Siehe auch: Impedanzrohr (Kundtsches Rohr), Akustische Übertragungsfunktion (ATF), Materialprüfung (akustisch)

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V

Veranstaltungsüberwachung

Überwachung von Schallpegeln bei Veranstaltungen, etwa durch Ordnungsämter zur Überprüfung von Lärmimmissionen mit Handschallpegelmessern oder Lärmmessstationen. Für den Schutz des Publikums vor Gehörgefährdung durch elektroakustische Beschallung gilt die DIN 15905-5.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Lärmmessstationen, Produkt: NL38, din15905.de (extern)

Siehe auch: DIN 15905-5, NoiseTag, Spitzenschalldruckpegel (LCpeak)

Volumenmessgerät (akustisch)

Gerät, das das Volumen von Hohlräumen wie Brennräumen in Motoren sowie von Festkörpern akustisch bestimmt – innerhalb weniger Sekunden und ohne Flüssigkeiten. Es wird in Entwicklungsabteilungen, Prüflaboren und der Qualitätssicherung als Alternative zu klassischen Volumenmessverfahren eingesetzt.

Quelle und mehr dazu: Produkte: Volumenmessgerät

Siehe auch: Production Line Test, Materialprüfung (akustisch)

Vorbeifahrtsgeräusch

Außengeräusch eines vorbeifahrenden Fahrzeugs, das ergänzend zu Innenraummessungen erfasst wird. Die Messung ist für die Einhaltung gesetzlicher Lärmgrenzwerte und für die Außenakustik relevant.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Fahrzeugakustik, Fahrgeräusch (Road Noise), Schallemission

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W

Windgeräusch

Geräusch, das durch die Interaktion komplexer Strömungsphänomene mit der Karosserieoberfläche entsteht; Fahrzeugform, Anbauteile und Hohlräume sind die primären Quellen. Ab etwa 100 km/h dominiert dieses aerodynamische Rauschen turbulenter Grenzschichten das akustische Erlebnis im Innenraum.

Quelle und mehr dazu: Fahrzeugakustik

Siehe auch: Aeroakustik, Fahrzeugakustik, Grenzschichtmessung

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Z

Zustandsüberwachung (Condition Monitoring)

Kontinuierliche oder regelmäßige Überwachung des Maschinenzustands im laufenden Betrieb, vor allem anhand von Maschinenschwingungen. So lassen sich Unwuchten, Fehlausrichtungen oder Lagerschäden zerstörungsfrei erkennen, bevor es zu ungeplanten Ausfällen kommt.

Quelle und mehr dazu: Zustandsüberwachung / Instandhaltung

Siehe auch: Predictive Maintenance, ISO 20816, Bewertungszonen A bis D, Schwingungsmessgerät

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